5 Fragen an Kolonne Null – Spitzenweine brauchen keinen Alkohol

“5 Fragen an…” heißt unsere Interviewreihe, in der Food-Startups über ihre Ideen und Erfahrungen berichten. Heute stellen wir Kolonne Null vor. Das Berliner Gründer-Duo Moritz Zyrewitz und Philipp Rößle entwickelt in Co-Produktion mit prämierten Familienweingütern im hauseigenen Labor feinste alkoholfreie Weine. Unsere Fragen hat Moritz beantwortet.

Was hat dich zum Gründen von Kolonne Null angespornt?

Ideen von der Vision bis zur Umsetzung und durch das Wachstum hindurch zu begleiten, macht mir großen Spaß. Meine Lust aufs Gründen habe ich schon früh erkannt und bereits vor Kolonne Null ein weiteres Startup gegründet. Ich koche gerne, mag es in der Natur zu sein und ich mag Gastronomie – irgendwie lag es in der Luft, entweder mal ein Restaurant aufzumachen oder eben eine Weinfirma zu gründen. Kolonne Null erlaubt mir diese verschiedenen Elemente zu verbinden.

Kolonne Null hat auch prickelnde alkoholfreie Alternativen zu Sekt im Angebot.
Kolonne Null hat auch prickelnde alkoholfreie Alternativen zu Sekt im Angebot.

Was macht dein Produkt besonders?

Ich bin für die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Winzer*innen und Produzent*innen unheimlich dankbar. Kolonne Null kooperiert mit Spitzen-Weingütern aus ganz Europa unter anderem aus Deutschland, Spanien und Italien – dabei setzen wir uns keine geografischen Grenzen. Kolonne Null leistet es sich bewusst, Spitzenweine zu entalkoholisieren, die durch die jeweiligen Winzer*innen ihre eigene, besondere Note beinhalten. Wir produzieren ein gesundes, ehrliches und innovatives Produkt, wofür uns viele Menschen dankbar sind. Das macht auch uns dankbar und bereitet uns Freude!

Was waren oder sind die größten Hürden bei eurer Gründung?

Wie im Urlaub mit Freunden ist es wichtig, ein gut aufeinander abgestimmtes Team aufzubauen – das braucht Zeit und fordert viel von Mitarbeiter*innen wie Gründern, da man in einem Startup viel enger zusammenarbeitet als in einer traditionellen Firma. Schwierig ist es natürlich auch den richtigen Verkaufskanal zu finden und langfristige, stabile – und manchmal auch mutige – Partner*innen zu finden.

Die Gründer von Kolonne Null:  Moritz Zyrewitz and Philipp Rößle.
Die Gründer von Kolonne Null: Moritz Zyrewitz and Philipp Rößle.

Wo findest du die besten Antworten auf deine Unternehmensfragen?

In all den Jahren habe ich an zahlreichen Mentoring-Programmen teilgenommen, die mich als Gründer gecoacht haben. Gleichzeitig lernt man von anderen Gründer*innen am meisten und so herausfordernd das auch ist, lernt man manchmal nur aus seinen eigenen Fehlern. Ich weiß meistens, was ich kann, und wo ich nicht weiterkomme, frage ich nach. Alles andere bringt nichts und wenn man etwas nicht kann, fällt es den anderen sowieso auf, beziehungsweise der Markt und die Konsument*innen kaufen nicht.

Was rätst du Gründerinnen und Gründern, die gerade selbst in den Startlöchern stehen?

Seid nicht zu ideenverliebt. Habt eine Vision, aber seid zu einem gewissen Teil auch bereit davon abzuweichen. Identifiziert die Personen, die euch Feedback geben, welchem es sich zu folgen lohnt. Ich persönlich folge lieber zehn Kund*innen, die mein Produkt feiern und Tipps haben, als zehn Berater*innen, die meinen es besser zu wissen. Teilt eure Idee, seid mutig, lauft los, macht Fehler und nehmt euch nicht zu ernst. Manchmal braucht es zwei, drei Anläufe.

Fotos: Kolonne Null