Gimme your money – Crowdinvesting mit Revo Foods
Revo Foods entwickelt eine 3D-Lebensmitteldrucktechnologie für die Herstellung von pflanzlichen Proteinprodukten. Mit einer Crowdinvesting-Kampagne soll der nächste Schritt vom Produkt- zum Technologieanbieter finanziert werden. Im Interview mit dem CEO David Petuzzi erhaltet ihr Einblicke in die Technologie, die Unternehmensentwicklung und die nächsten Schritte.
Wer steckt hinter Revo Foods, wie ist die Idee entstanden und welche Vision verfolgt ihr mit eurem Unternehmen?
Revo Foods wurde 2021 in Wien von Robin Simsa gegründet, heute arbeiten rund 24 Personen im Unternehmen. Der Ursprung liegt in der Forschung im Bereich alternativer Proteine zu konventionellen Verfahren, welche bei strukturierten, hochwertigen Proteinprodukten an ihre Grenzen stoßen. Daraus entstand die Idee, Lebensmittelproduktion über 3D-Druck neu zu denken. Unsere Vision ist es, diese Technologie industriell verfügbar zu machen, damit Lebensmittelhersteller weltweit neue Produktkategorien mit komplexen Texturen wirtschaftlich produzieren können.
Warum setzt ihr auf 3D-Lebensmitteldruck und was unterscheidet eure Technologie von anderen Lösungen im Bereich alternativer Proteine?

Mit 3D-Lebensmitteldruck können erstmals Proteine und Fette in komplexe Texturen miteinander integriert werden. Damit wird ein ganz neues Mundgefühl und Biss bei pflanzlichen Proteinprodukten erzeugt. Im Vergleich zu bereits bestehenden Technologien, etwa Extrusionstechnologie, muss keine hohe Temperatur oder Druck angewandt werden, wodurch auch mehr Nährstoffe in dem Endprodukt bestehen bleiben. Wir haben diese Technologie in den vergangenen fünf Jahren skaliert und betreiben die weltweit erste industrielle Anlage für 3D-Lebensmitteldruck in Wien.
Wer ist eure Zielgruppe und welche Rolle spielt eure Technologie für die Zukunft der Lebensmittelindustrie?
Auf Produktseite alle, die hochwertiges Protein suchen, ohne beim Geschmack Kompromisse einzugehen, also längst nicht nur Veganer. Unsere Produkte auf Basis von fermentiertem Pilzprotein sind in über 1.000 Verkaufsstellen in Europa erhältlich, unter anderem bei REWE, EDEKA, BILLA, SPAR und Tegut. Mittelfristig sind unsere eigentlichen Kunden aber Lebensmittelproduzenten, die unsere Anlagen selbst einsetzen. Während eine Produktänderung bei konventionellen Linien oft Wochen dauert, genügt bei uns eine Anpassung in der Software. Damit werden Kleinserien, schnellere Produktentwicklung und personalisierte Lebensmittel erstmals wirtschaftlich darstellbar.
Wofür möchtet ihr das Kapital aus der Crowdinvesting-Kampagne einsetzen und welche Meilensteine stehen als Nächstes an?

Die Crowdinvesting-Kampagne ist für die nächste Skalierungsstufe geplant. Der nächste Schritt ist das Technologiegeschäft: Wir testen gerade ein Maschinendesign, das auf Verkauf und Lizenzierung ausgelegt ist, inklusive CE-Zertifizierung. Ab Herbst 2026 bauen wir diesen Bereich auf, Markteintritt ab 2027.
Warum sollten Menschen gerade jetzt in Revo Foods investieren und Teil eurer Reise werden?
Das technologische Risiko liegt großteils hinter uns, die Skalierung noch vor uns. 2023 haben wir als erstes Unternehmen weltweit ein 3D-gedrucktes Lebensmittel in den Handel gebracht, seitdem wurden über eine Million Einheiten verkauft und der Umsatz wuchs von 2024 auf 2025 um 110 Prozent. Jetzt folgt der Schritt vom Produktunternehmen zum Technologieanbieter, deutlich margenstärker und international skalierbar. Wir wollen aber nichts beschönigen: Wir sind noch nicht profitabel, brauchen dafür nach heutiger Einschätzung rund eine Million Euro, und der gesamte Sektor entwickelt sich langsamer als erwartet. Ein Investment birgt Risiken bis hin zum Totalverlust. Teilhaben kann man ab 100 Euro auf der Plattform Fundernation.
Hier geht es zur Kampagne.
Bildmaterial: Revo Foods





AKOUA
RTL / Frank W. Hempel

