Diese Food-Startups bringen Kürbis neu auf den Teller
Der Kürbis gehört zu den Klassikern in der Herbstküche. Food-Startups nutzen ihn und seine Kerne als Grundlage für neue Produktideen. Das Spektrum reicht von Gemüse-Riegeln über Kuchen bis hin zu fermentierten Saucen. Fünf Food-Startups zeigen, wie sich Kürbisse in unterschiedliche Lebensmittel integrieren lassen.
Gemüsevielfalt für Babys und Kinder
Kürbis lässt sich nicht nur in klassischen Herbstgerichten verarbeiten, sondern auch bei kindgerechten Snacks einsetzen. Pumpkin Organics wurde von Jaclyn und Florian Schnau gegründet. Die Idee entstand aus dem Familienalltag: Weil die Gründer keine Snacks für ihre Kinder fanden, die ihren Vorstellungen von einer ausgewogenen Ernährung entsprachen, entwickelten sie eine eigene Marke. Gemüse in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen stehen dabei im Mittelpunkt. Kürbis ist Bestandteil verschiedener Produkte. Dazu gehören Gemüse-Quetschies, in denen er beispielsweise mit Karotte, Süßkartoffel und Mais kombiniert wird. Auch Gemüse-Röllchen mit Kürbis, Tomate und Spinat sowie Kichererbsen-Snacks mit Mais und Kürbis zählen zum Sortiment. Die Produkte richten sich an unterschiedliche Altersgruppen ab dem sechsten Lebensmonat. Nach Angaben des Unternehmens setzt Pumpkin Organics auf Bio-Zutaten und Rezepturen ohne zugesetzte Aromen oder Farbstoffe. Damit findet das Herbstgemüse auch in der Ernährung der jüngsten Zielgruppen Verwendung.
Kürbis als herzhafter Herbstsnack

Wenn die Tage kürzer werden, sind unkomplizierte Snacks für unterwegs oder das Büro gefragt. malunt entwickelt Gemüseprodukte, die dabei helfen sollen, mehr Gemüse in den Alltag zu integrieren. Gegründet wurde das Unternehmen von der Ernährungswissenschaftlerin Marie Luise Janknecht, die eine praktische Möglichkeit schaffen wollte, den täglichen Gemüsekonsum zu erhöhen. Zum Sortiment gehören Bio-Gemüse-Riegel und Gemüseflocken, die sich sowohl als Snack als auch als Zutat für verschiedene Mahlzeiten eignen. Passend zur Herbstsaison bietet malunt den Riegel „Würziger Kürbis“ an. Die herzhafte Sorte kombiniert Kürbis mit Zwiebeln, Kurkuma, Kürbiskernen und Hanfsamen. Der Riegel liefert Ballaststoffe und pflanzliches Protein und bringt typische Zutaten der Herbstküche in eine haltbare Snackform. Gemüseflocken ergänzen das Sortiment und lassen sich unkompliziert für Suppen, Saucen oder andere Gerichte iverwenden.
Steirische Kürbiskerne für die Herbstküche
Neben dem Fruchtfleisch bieten auch Kürbiskerne vielfältige Verwendungsmöglichkeiten. Styriapura stellt mit der Produktlinie „Kürbiskernkraft“ den Kern als regionalen Rohstoff in den Mittelpunkt und greift damit eine kulinarische Tradition der Steiermark auf. Die österreichische Region ist insbesondere für ihr Kürbiskernöl bekannt, das sich durch seinen charakteristischen nussigen Geschmack auszeichnet. Zum Sortiment gehört unter anderem handgepresstes Kürbiskernöl, das nach Angaben des Unternehmens zu 100 Prozent aus regionalen Kürbiskernen hergestellt wird. Es eignet sich zum Verfeinern von Salaten, Suppen und warmen Gerichten und passt damit auch zu vielen saisonalen Rezepten im Herbst. Kürbiskerne lassen sich darüber hinaus in Backwaren, Müslis und herzhaften Speisen einsetzen. Styriapura zeigt, wie ein regionaler Rohstoff sowohl in traditionellen Gerichten als auch in der modernen Küche seinen Platz findet.
Kürbis trifft auf Schokolade und Himbeere

Kürbis passt auch in süße Rezepturen und kann dort für eine saftige Konsistenz sorgen. Das zeigt bettercakez, eine von Isabelle Forster gegründete Kuchenmarke. Während ihres Jurastudiums entwickelte sie eigene Rezepturen, nachdem sie nach Backwaren gesucht hatte, die trotz ihrer Unverträglichkeiten zu ihrer Ernährung passten. Daraus entstand die Idee, Kuchen mit einem hohen Gemüseanteil anzubieten. Ein Beispiel ist der „Raspberry Fudgy Cake“, der Kürbis und Rote Bete mit Mandeln, Kakao und gefriergetrockneten Himbeeren kombiniert. Der Kürbisanteil liegt bei 16 Prozent. Der Bio-Kuchen ist vegan, glutenfrei und wird ohne Industriezucker hergestellt. Er ist fertig gebacken im Snack-Glas erhältlich und ohne Kühlung haltbar. Laut bettercakez trägt das Gemüse zur saftigen, weichen Konsistenz bei, während Himbeere und Schokolade den Geschmack prägen. So wird Kürbis zu einer Zutat für süße Snacks, die sich auch unabhängig von der klassischen Herbstküche genießen lassen.
Kürbiskernpresskuchen wird zur fermentierten Sauce
Bei der Herstellung von Kürbiskernöl bleibt Presskuchen zurück, der sich ebenfalls weiterverarbeiten lässt. LUVI Fermente nutzt diesen Rohstoff für eine fermentierte Sauce und verbindet damit regionale Zutaten mit einem Verfahren, das neue Aromen hervorbringt. Das österreichische Unternehmen stellt mithilfe von Mikroorganismen unter anderem Saucen, Misopasten und weitere Fermente her. Für die Bio-Kürbiskernshoyu verwendet LUVI Fermente Kürbiskernpresskuchen aus Niederösterreich, Bio-Weizen aus Regau, Salz und Wasser. Das Herstellungsverfahren orientiert sich an der Produktion von Shoyu, einer japanischen Würzsauce. Anders als bei der klassischen Variante ersetzt der Kürbiskernpresskuchen die Sojabohnen. Das Ergebnis ist eine dunkelbraune Sauce mit nussigem Aroma und ausgeprägtem Kürbiskerncharakter. Sie eignet sich zum Würzen und Verfeinern verschiedener Gerichte. Das Produkt zeigt, wie sich ein Nebenprodukt der Ölherstellung in eine eigenständige Zutat verwandeln lässt.
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