Bierkruste

Brot mit Bier für die Löwen: Bierkruste stellt sich vor!

Wofür steht Deutschland wohl mehr als für erfrischendes Bier und handgemachtes Brot? Das Startup Bierkruste hat diese beiden Leidenschaften in seinem Produkt vereint und bietet einen Brotbackteig an, den man einfach mit seinem Lieblingsbier zu einem leckeren Laib backen kann. Gerade war die Kombination in der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ zu sehen. Wir wollten mehr über die Gründerin Ines Pfisterer und ihren Auftritt vor den Raubkatzen wissen.

Erzähl doch am Anfang gern etwas über dich und Bierkruste!

Ich bin Ines, 29 Jahre alt und habe eine große Leidenschaft für gutes Brot und schmackhaftes Bier. Für mich lag es nahezu auf der Hand, diese beiden Gaumenschmäuse zu einem Premium-Produkt zu fusionieren. Die Bierkruste ist eine Brotbackmischung, die durch ihren würzig lockeren Geschmack überzeugt und durch ihre Einfachheit in der Zubereitung besticht.

Wie ist die Idee zu der Brotbackmischung entstanden?

Abends bei einer Scheibe Brot und einem Glas Bier 😉 Nein, ich habe neben der Bierkruste noch eine weitere große Leidenschaft: das Backen. Und zwar vegane Kuchen. In den letzten Jahren habe ich regelmäßig vegane Backkurse gegeben und liebe es besonders, mit den Teilnehmern zu experimentieren und kreative Köstlichkeiten zu zaubern. Der Wunsch nach einem eigenen Produkt hat sich dann über die Jahre hinweg entwickelt und dass es dann etwas mit Backen zu tun hat, lag irgendwie auf der Hand. Wie es der Zufall will, stand zu den Zeiten der Produktentwicklung eine große Messe an, die sich rund um das Thema Bier drehte. Ich hatte das Ziel mein Produkt auf dieser Messe zu launchen, um ein erstes direktes Kundenfeedback zu bekommen. Erst erschien mir der Gedanke Backen und Bier zu kombinieren abwegig, doch schon der erste Backversuch lehrte mich eines Besseren. Und geschmeckt hat es den Anderen auch: Ich war auf der Messe ziemlich schnell ausverkauft.      

Was ist das Besondere an Bierkruste, was es von ähnlichen Produkten unterscheidet?

Tatsächlich die Kombination der Backmischung mit deinem Lieblingsbier. Ich glaube die wenigsten Menschen denken an Bier, wenn Sie das Thema Backen hören und andersrum sicherlich genauso. So wecke ich mit meinem Produkt auch sehr oft bei der männlichen Zielgruppe Interesse.

Warum hast du dich bei „Die Höhle der Löwen“ beworben?

Tatsächlich wurde ich von der Produktionsfirma kontaktiert. Sie haben mich gefragt, ob ich mich bewerben möchte und ich habe die Challenge dankend angenommen. Ich hab es als einmalige Chance gesehen mein Herzensprojekt vor 5 erfolgreichen Geschäftsmännern und Frauen zu präsentieren.

Bierkruste
Wie es sich für eine Münchnerin gehört präsentiert Ines Pfisterer ihr Produkt im Dirndl. 

Was ist alles nach deiner Bewerbung passiert und wie hast du dich auf deinen großen Auftritt vorbereitet?

Ich habe meinen Pitch regelmäßig geübt, um einen reibungslosen Einstieg vor den Löwen zu finden. Für die Q&A Session habe ich mir vorweg überlegt, was ich definitiv zusätzlich noch loswerden möchte. Mir war einfach sehr wichtig authentisch zu sein und das gelingt glaube ich am einfachsten, wenn man selbst von seiner Idee begeistert ist.

Wie hast du den Auftritt vor den Löwen erlebt?

Ich war sehr nervös, bevor ich den Löwenkäfig betrat, aber das Feedback und die Reaktionen der Investoren waren durchweg wertvoll und so gehe ich definitiv beschwingt aus der Show. Ich sehe das auch nicht so schwarz und weiß, sprich keinen Deal zu bekommen ist eine Niederlage und nur mit einem Deal bist du ein Gewinner. Die Teilnahme bei DHDL war eine einmalige, unfassbar große Chance, die nicht nur die Bierkruste, sondern auch mich persönlich weitergebracht hat. Denn wann hast du denn sonst schon mal die Chance vor 5 erfolgreichen Geschäftsmännern und -frauen zu stehen, während dir ein Millionenpublikum bei jedem nervösen Zwinkern zusieht. Ich bin definitiv sehr stolz darauf, ein Teil der Show gewesen zu sein, auch ohne Deal.

Was hast du bei deiner Zeit bei DHDL gelernt und was würdest du anderen Gründer*Innen raten, die auch diesen Weg gehen wollen? 

  1. Netzwerken: Vor vielen Herausforderungen steht man nicht alleine und kann sich gegenseitig unterstützen. Das fängt bei ganz kleinen Dingen an und geht hin bis zu größeren Kooperationen. 
  2. Sich über kleine Erfolge freuen!
  3. Mut für all die großen Veränderungen!

Was sind deine Ziele und Wünsche für die Zukunft?

Ich erhoffe mir mehr Verständnis für die Neuen am Markt. Damit meine ich keinen Welpenschutz für Startups, denn die Regale bei Edeka und REWE warten nicht auf uns. Aber mit Verständnis und Unterstützung kommen neue und wertvolle Produkte leichter unter die Big Player. Und glücklicherweise gibt es hierfür schon tolle Plattformen, die den Markteintritt erleichtern und beschleunigen. Das könnte auch ein Sprungbrett für die Bierkruste sein.

Danke für das tolle Interview, liebe Ines!

Fotos:  TVNOW / Bernd-Michael Maurer