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Meet our Mentor Robert Paul – Ehrlichkeit im Social Media geht doch?

7. Oktober 2020/in FIC Pitch, Meet our Mentors/von Sarah Kondratowicz

Unsere FIC Club-Mitglieder profitieren nicht nur von Events und Workshops, sondern auch von unserem großen Netzwerk an Mentoren. Bei „Meet our Mentor“ stellen wir euch deshalb nach und nach einige unserer vielen Mentoren vor, die unseren Startups mit Rat und Tat zur Seite stehen. Robert Paul von der Foodschau gehört zu den Food-Bloggern, die sich über die Jahre hinweg ein breites Wissen über Produkte, Verpackungen und Geschmack angeeignet haben. Heute verrät er uns, womit Startups bei ihm punkten können.

Was die können, kann ich auch!

Robert Paul, genannt „Online Bob“, stammt aus Sachsen und lebt nun schon seit seinem sechsten Lebensjahr im Kreis Paderborn. Als Selbstständiger für Versicherungs- und Finanzanlagen war Food zunächst nur ein Hobby für ihn. Über die Jahre hinweg wurde seine Leidenschaft dazu jedoch immer größer, sodass er vor einem Jahr beschloss, es offiziell gewerblich zu betreiben.

Seine Liebe zur Foodiewelt begann, wie bei vielen, im Supermarkt. Die Auswahl an Produkten begeisterte ihn immer wieder aufs Neue und als er auf Instagram zum ersten Mal Foodblogger sah dachte er sich: „Was die können kann ich auch. Aber ich mache das anders!“ So entstand 2014 sein erster Testküchen-Blog. Jedoch bemerkte er schnell, dass Blogs im Internet immer mehr an Relevanz verloren, sodass er 2018 mit neuem Namen und Logo auf den Social Media-Kanälen frisch durchstartete. Im Laufe der Zeit kam YouTube hinzu und seit diesem Jahr sogar TikTok.

Logo der Foodschau
Das neue Foodschau Logo wurde mit den Fans zusammen kreiert.

Die Foodschau will anders sein

Für Robert stand schon früh fest, dass er sich von den Mainstream-Foodbloggern im Netz unterscheiden wollte. Im Gegensatz zu vielen anderen gewährt er seinen Followern Einblicke in seinen privaten Alltag und vertritt offen seine Meinung über die Produkte. Er nimmt seinen Titel als Foodtester ernst – wenn ihm etwas nicht schmeckt, lässt er das seine Follower wissen. „So eine Kritik sei nie nicht negativ gemeint, im Gegenteil“, betont er. Sie helfe dem Unternehmen dabei, ihre Produkte zu verbessern. Nur so könnten sie ein ehrliches Feedback bekommen.

Bevor das Produkt mit seinem Geschmack überzeugen kann, muss es optisch durch seinen Namen und die Verpackung punkten. Leicht zu öffnen sollte sie sein und natürlich auch gut zu Recyceln. „Am Ende sind wir“, sagt Robert Paul, „alle doch Verpackungsopfer.“ Aber gerade sei ist das Faszinierende daran. Die Zutaten spielen in seiner Bewertung auch eine große Rolle. Sie müssen den Nerv der Zeit treffen. Billiges Palmöl oder zu viele Aromastoffe haben in keinem guten Produkt etwas verloren.

Tipps und Tricks, womit Startups überzeugen können

Robert Paul von der Foodschau

Startups bringen Innovationen mit sich, die einige Produkte der großen Händler in den Schatten stellen. Viele von ihnen gehen mit der Zeit und sind immer dran, sich weiter zu optimieren. Überraschenderweise haben viele Food-Tester Startup Produkte noch nicht auf ihrem Radar, sodass Robert dort seine Chance sieht, sich weiter von ihnen abzuheben. Die Schwierigkeit liegt aber darin, dass sobald Oreo, Milka oder Ferrero im Posttitel steht, sofort hunderte Likes eintrudeln. Bei unbekannten Startup-Namen könnte dies schwierig werden. Das hält ihn aber nicht davon ab, sich den neusten Produkten zu widmen. Er möchte die Gründer vor allem durch deine Feedbacks fördern, sodass beide Seiten am Ende einen Vorteil dadurch ziehen können.

Gerade aus diesem Aspekt war der FIC Pitch eine spannende Sache für ihn. Als Mentor hatte er die Möglichkeit, alle Produkte zu testen und auch zu bewerten. Als alter Hase im Foodie Business hat Robert auch ein paar Tipps für kommende Kandidaten des Pitches:

Die Pitchees sollten frei reden. Abgelesene Präsentationen fangen den Zuschauer nicht ein und können dazu führen, dass sie nach kurzer Zeit abschalten oder das Produkt nicht in ihrer Erinnerung bleibt.

Feuer und Flamme für das eigene Produkt. Der Zuschauer und auch die Jury merken sofort, wenn das Startup nicht selbst von seinem Produkt überzeugt ist. Darum sollte es sich immer eines für einen Pitch aussuchen, hinter dem sie alle stehen.

Am Boden bleiben. Niemand mag überhebliche Gründer. Der Jury ist klar, dass kein Startup mit den Zahlen eines Big Players mithalten kann. Und das erwartet auch niemand. Also sollte das Startup bei seinen Zahlen und Fakten bleiben und sich mehr auf die Idee und das Produkt an sich konzentrieren.

Wer schläft, hat schon verloren

Wer auf den Social Media Kanälen nachhaltig ankommen möchte, darf nicht schlafen. So hat auch Robert mit seinen Accounts große Pläne für die Zukunft. Es lohnt sich vor allem in Bild und Ton zu investieren, da sich gute Qualität immer auszahlt. Für solche, meist kostspielige, Investitionen legt er sich Geld aus vergüteten Kooperationen mit Firmen zurück. Es wird schnell unterschätzt, wie zeitaufwändig Videos und Bilder wirklich sind. Nicht selten fallen dafür 6 bis 8 Stunden Arbeitszeit an. Firmen können bei Robert aber nicht seine Meinung erkaufen. Angebote, bei denen er verpflichtet ist nur positives zu berichten, nimmt er erst gar nicht an. Follower können sich so also immer sicher sein, eine ehrliche Meinung und Bewertung zu den getesteten Produkten zu bekommen.

Alle Fotos: Robert Paul / Foodschau

Schlagworte: Foodblogger, Foodschau, Foodtester, Instagram, Mentor, Robert Paul, Startup
https://foodinnovationcamp.de/wp-content/uploads/2020/09/DSC_9813-e1601469832676.jpg 496 1080 Sarah Kondratowicz https://foodinnovationcamp.de/wp-content/uploads/2020/09/FIC20_logo-1.png Sarah Kondratowicz2020-10-07 14:58:262023-03-29 11:21:25Meet our Mentor Robert Paul – Ehrlichkeit im Social Media geht doch?
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