Die wichtigsten Food-Finanzierungsrunden im März 2026
Im März 2026 verzeichnen zahlreiche Unternehmen der Lebensmittelbranche bedeutende Food-Finanzierungsrunden. Von Biotechnologie über innovative Lebensmittelkonzepte bis hin zu Lieferdiensten sichern sich Startups frisches Kapital, um Wachstum, Skalierung und Markterschließung voranzutreiben
Amatera beschleunigt Entwicklung klimaresistenter Pflanzen

Das 2022 gegründete Pariser Biotechnologieunternehmen Amatera hat eine Seed-Finanzierung von 6 Millionen Euro abgeschlossen, angeführt von Demea Sustainable Investment und Oyster Bay Venture Capital. Mit dem Kapital will Amatera die Entwicklung klimaresistenter Pflanzen beschleunigen und seine Technologieplattform industrialisieren. Die Plattform kombiniert Pflanzenzellbiologie, Robotik und KI, um neue Sorten effizienter zu identifizieren und zu bewerten. Ursprünglich auf Kaffee- und Weinreben fokussiert, plant Amatera nun die Erweiterung auf einjährige Kulturpflanzen und den Ausbau von Automatisierung, Forschung und strategischen Partnerschaften. Ziel ist eine schnellere, kosteneffiziente und nicht-GVO-basierte Pflanzenzüchtung zur Förderung landwirtschaftlicher Klimaresilienz.
BETTER CAKEZ erhält 810.000 Euro für Wachstum und Markterschließung
Das Kölner Food-Startup BETTER CAKEZ hat seine zweite Finanzierungsrunde über 810.000 € abgeschlossen, angeführt von KSK-Wagniskapital GmbH. Mit dem Kapital will das Unternehmen seine Mission vorantreiben, gesunde Kuchen für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen. Gegründet von Isabelle Forster als Hobby in einer Dachgeschosswohnung, produziert BETTER CAKEZ heute in eigener, bio- und IFS-zertifizierter Produktion Kuchen mit verstecktem Gemüse, vegan, glutenfrei, ohne Industriezucker, ohne Konservierungsstoffe und Palmöl. Die Produkte sind sofort verzehrfertig, plastikfrei verpackt und mindestens sechs Monate haltbar. Das Unternehmen ist auf Social Media erfolgreich (>55.000 Follower) und mehrfach ausgezeichnet. Mit dem neuen Kapital sollen neue Märkte erschlossen, die Reichweite erhöht und die Produkte künftig auch in Supermärkten angeboten werden.
Cauldron Ferm treibt Kommerzialisierung und Ausbau voran

Cauldron Ferm hat in einer Serie-A-Finanzierungsrunde 13,25 Millionen US-Dollar eingeworben, angeführt von Main Sequence Ventures, mit Beteiligung von Horizons Ventures, SOSV und NGS Super. Die Mittel sollen den Ausbau der Produktionsanlagen und die Kommerzialisierung der Hyperfermentationstechnologie unterstützen, die eine kontinuierliche Bioproduktion mit höheren Ausbeuten in kleineren Behältern ermöglicht und Skalierungsrisiken reduziert. Cauldron betreibt eine Demonstrationsanlage mit über 30.000 Litern Fassungsvermögen in Australien und plant eine US-amerikanische Produktionsstätte. Mit der Serie-A steigt die Gesamtfinanzierung auf 26 Millionen US-Dollar, während gleichzeitig der globale Markt für Präzisionsfermentation bis 2030 auf 36 Milliarden US-Dollar wachsen soll.
Flink sichert 100 Millionen US-Dollar für Expansion
Das Berliner Lieferdienst-Startup Flink hat 100 Millionen US-Dollar von Investoren erhalten, darunter Prosus und das Investmentsegment des Tabakkonzerns BAT. Das Kapital soll in die Eröffnung weiterer Standorte in Deutschland fließen. Flink nähert sich damit wieder einer Milliardenbewertung und hat sich als einziger Schnelllieferdienst in Deutschland nachhaltig etabliert. Das Unternehmen betreibt aktuell 160 Standorte in Deutschland und den Niederlanden, arbeitet profitabel auf Bruttoergebnisbasis und strebt einen positiven Vorsteuergewinn an. Eine enge Partnerschaft mit Rewe, das rund ein Fünftel der Anteile hält, sichert die Belieferung der Standorte. Der Umsatz stieg 2025 auf etwa 650 Millionen Euro, bei optimierten Prozessen und höheren Bestellwerten. Das Unternehmen sieht weiteres Wachstumspotenzial, insbesondere da in Deutschland bisher nur 3,5 % der Lebensmittel online bestellt werden.


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