Exklusiv für das Konferenz Ticket: der Food Investment Guide

Exklusiver Zugang zur Zukunft der Lebensmittelinnovation: Sichere dir jetzt dein Konferenz Ticket. Als Preview erhältst du einen Einblick in unser Interview mit Felix Leonhardt. Das vollständige Interview und weitere Inhalte bleiben exklusiv dem Konferenz Ticket vorbehalten.

Felix Leonhardt ist Managing Partner bei Oyster Bay, einem VC-Unternehmen, das sich auf die Food-Branche spezialisiert hat. Ende 2025 hat es seinen zweiten Fonds mit einem Volumen von über 100 Millionen Euro abgeschlossen. Zum Portfolio gehören so bekannte Startups wie Air Up, Oatly oder auch goodBytz. Felix hat als Gründer von purefood selbst Startup-Erfahrungen gesammelt, kennt also beide Seiten des Geschäfts. 

Was ist ein VC-Fund und wie funktioniert das Ganze? 

Bei einem Venture Capital Fund haben mehrere Initiatoren von externen Investoren Geld eingesammelt, um dieses in Startups zu investieren. Die Initiatoren nennt man General Partner, sie sind die Menschen, die einen VC-Fund führen. Die Investoren nennt man Limited Partner. Ein Fund hat normalerweise eine Laufzeit von zehn Jahren, wovon nur in den ersten fünf in neue Firmen investiert wird.  

Wessen Geld wird dort investiert? 

In VC-Funds investieren vermögende Privatpersonen, Institutionelle Investoren (Versicherungen, Pensionskassen, Fund of Funds) und Unternehmen. Die Investmentlogiken unterscheiden sich – grundsätzlich sehen Investoren in VC-Funds eine Erweiterung ihrer Portfolios aus klassischen Aktien und Immobilien.  Die Initiatoren beziehungsweise. Manager des Funds investieren ebenfalls ihr eigenes Geld – dies ist meist aber ein kleiner Anteil am gesamten Fundvolumen.  

Wie verdient ein Fund Geld? 

Indem ein VC-Fund sich an Startups beteiligt und die Beteiligung zu einem höheren Preis innerhalb der Fund-Laufzeit wieder verkauft. Je riskanter die Investments, desto höher ist die Renditeerwartung auf jedem einzelnen Investment. Ein sehr guter Fund verdreifacht das Geld seiner Investoren in 10 Jahren.  Das bedeutet, dass für jedes einzelne Startup die Renditeerwartung deutlich über einer Verdreifachung liegen muss. Dies kann man sich anhand eines sehr einfachen Rechenbeispiels verdeutlichen: Wenn ein Fund in 20 Startups den exakt gleichen Betrag investiert und davon 10 Startups pleitegehen, müssen sich die anderen Investments mindestens versechsfachten um die Renditeerwartung der Investoren zu erfüllen.   

Was passiert, sobald ich einen VC-Fund als Investor habe? 

Vor allem: Die Uhr tickt. Die oben genannte Laufzeit des Funds bestimmt, wann ein Fund die Beteiligung wieder verkaufen muss. Je nachdem wie die Investorenbasis des Funds aussieht, bringt dies auch strikte Reporting Anforderungen mit sich.  

Für wen ist VC sinnvoll? 

Wenn du möglichst schnell wachsen möchtest und dafür Kapital brauchst, ist Venture Capital richtig, da dieses Wachstum sich mit der oben beschriebenen Renditeerwartung matcht.  

Bildmaterial: Jan Wagner