Beim Auftakt zur Hot Kitchen Challenge ging es heiß her!

Endlich war es soweit! Die Hot Kitchen Challenge, das neueste Highlight des Food Innovation Camps (FIC), trat in seine erste entscheidende Phase. Sechs Food-Hersteller und vier Top-Unternehmen aus Catering und Hotellerie kamen zusammen, um in der Hot Kitchen Arena potenzielle zukünftige Partnerschaften auszuloten. Es flogen mächtig die kulinarischen Funken. Da steigt die Vorfreude auf das FIC am 22. Juni in Hamburg noch mehr!

4 Challenges = 4 Chancen, groß rauszukommen

FIC-Gründerin Sina Gritzuhn mit den Herausforderern Christopher Holtz (Schwarz & Hansen), Kai Uwe Trempel (WISAG), Thomas Gutzeit (DSR) und André Jenczewski (Klüh)
FIC-Gründerin Sina Gritzuhn mit den Herausforderern Christopher Holtz (Schwarz & Hansen), Kai Uwe Trempel (WISAG), Thomas Gutzeit (DSR Hotel Holding) und André Jenczewski (Klüh Catering)

Schon morgens um 10 Uhr herrschte Hochbetrieb in der Küche des foodlabs in der Hamburger HafenCity. Sechs Produzenten von Lebensmitten – vom Startup bis zum traditionsreichen Unternehmen – bereiteten sich auf die Premiere der Hot Kitchen Challenge vor. Sie schnibbelten, rührten und brutzelten, was das Zeug hielt, um die kulinarischen Herausforderungen zu meistern, die ihnen vier starke Partner aus Betriebsgastronomie, Gemeinschaftsverpflegung und Hotellerie gestellt haben. Welche das sind, haben wir in einer Beitragsserie schon ausführlich geschildert, hier noch einmal die Zusammenfassung:

  • WISAG Catering geht mit einem Food-Truck auf Tour, um das Angebot von Betriebsrestaurants zu ergänzen. Die Aufgabe bestand darin, für diese Aktion ein passendes Gericht zu kreieren.
  • Auf Reisen geht in gewisser Weise auch die Challenge der DSR Hotel Holding, zu der unter anderem die A-ROSA Resorts gehören. Hier war die Aufgabe bewusst offen gestellt, vom Frühstücksbuffet bis zur Minibar war jede Platzierung möglich.
  • Der Gastro-Großhändler Schwarz & Hansen machte dagegen sehr konkrete Vorgaben. Das Streetfood-Gericht „Batata Pü Törtchen“, das in der kultigen Fischbude Kulinarik Butze serviert werden soll, steht bereits fest. Gesucht wurde noch eine entscheidende Zutat.
  • Bei der Challenge von Klüh Catering war norddeutsches Flair gefragt. Auch hier ging es um ein neues Gericht für die Betriebsgastronomie, das zunächst in einem Forschungszentrum bei Hamburg getestet wird.

In allen vier Fällen ist das Ziel klar: Den Praxistest mit Bravour bestehen und dann eine langfristige Geschäftspartnerschaft eingehen!

6 Unternehmen voller kulinarischer Kreativität

Diese Teams traten zur Hot Kitchen Challenge an.
Diese Teams traten zur Hot Kitchen Challenge an.

Für die Hot Kitchen Challenge Haben sich sechs Unternehmen qualifiziert, bei denen Innovationskraft ebenso zum Selbstverständnis gehört wie die Freude am Genuss. Das Teilnehmerfeld ist international, was deutlich macht, welche Strahlkraft das Food Innovation Camp hat.

Zwiebeln, Kebab und Butter, neu gedacht

Das Team von Holzmann war aus Österreich angereist, um seine Ideen vorzustellen. Seit 1957 versorgt das Unternehmen Gastronomie und Lebensmittelindustrie mit seinen Produkten. Seine Leidenschaft gehört der Zwiebel, deren Vor- und Zubereitung vor allem in Restaurants viel Zeit und Mühe kostet. Schneller und einfacher geht es mit den bereits fix und fertigen Schmorzwiebeln von Holzmann, deren Vielseitigkeit sie gleich für mehrere der Challenges qualifiziert.

Das gilt ebenso für Lotao. Das Startup aus Berlin stellte seinen Kebab auf Basis von Erbsenprotein vor, der sich aber für weit mehr als nur den Fastfood-Klassiker eignet. Bei der Hot Kitchen Challenge fand sich die vegane Zutat auf einer Pizza ebenso wieder wie in einem Bun-Sandwich oder einer Bowl. Besonders praktisch: Im Gegensatz zu den meisten Produkten der Mitbewerber muss der Lotao-Kebab nicht gekühlt werden.

Mit der Walter Rau Lebensmittelwerke GmbH ging ein weiteres Traditionsunternehmen an den Start, dessen Geschichte sich bis ins Jahr 1903 zurückverfolgen lässt. Die Marke Elepant ist aber noch sehr jung und versprüht mit seiner pflanzlichen Butteralternative echten Startup-Spirit. Elepant hat sich auf die Challenge von Schwarz & Hansen konzentriert und mit seiner Interpretation des Batata Pü Törtchen ein kleines Kunstwerk geschaffen.

Allerhand aus dem Meer und mehr

Mit Sterk Seafood ging ein Unternehmen aus den Niederlanden ins Rennen, das aus dem klassischen Fischhandel kommt und inzwischen auch pflanzliche Alternativen im Sortiment hat. Für die Challenge präsentierte es zwei Produkte: einen rein veganen „Lachs“ und einen panierten Hybrid-Burger, der sowohl echten Lachs als auch Jackfrucht enthält. Die kommt von dem ebenfalls niederländischen Startups Fiber Foods und aus fairem Handel mit afrikanischen Farmen.

Was haben Überbleibsel aus der Lebensmittelproduktion, die für die Ernährung noch bestens geeignet sind, und eine in Dänemark invasive Krabbenart gemeinsam? Sie landen beim Startup REDUCED aus Kopenhagen und werden dort zu hochkonzentrierten Fonds verarbeitet. Die eigen sich nicht nur als Basis für Suppen, sondern als Geschmacksverstärker für viele Gerichte und damit für mehr als eine Challenge.

Mit diesem Anspruch ist auch Knollenkutter angetreten. Pflanzliche Fischalternativen in Salatform aus Möhren, Rote Beete oder Sellerie stehen hier auf dem Speiseplan, immer kombiniert mit Meeresalgen. Das Startup aus Bremen hat sich nicht nur mehrere auf die Challenges zugeschnittene Gerichte ausgedacht, sondern auch dazu passende Kommunikationsstrategien entworfen. Auch das gehörte zur Aufgabenstellung.

Die Entscheidung wird beim Food Innovation Camp verkündet!

Am Ende waren sich alle einig: Die Premiere der Hot Kitchen Challenge war ein voller Erfolg! Die teilnehmenden Food-Hersteller zündeten ein Geschmacksfeuerwerk voller kulinarischer Kreativität. Und die Vernetzung mit Unternehmen, die diese Innovationen einem breiten Publikum zugänglich machen können, sucht in dieser Form ihresgleichen. Dabei ist die Challenge noch lange nicht beendet, im Gegenteil. Welche Kooperationen am Ende in die Tat umgesetzt werden, erfahren wir erst am 22. Juni beim Food Innovation Camp. Dort werden die Gewinner verkündet, und es gibt auch ein Publikumsvoting, bei dem ihr probieren, für euren Favoriten abstimmen und tolle Preise gewinnen könnt. Ein Grund mehr sich gleich hier ein Konferenzticket zu holen, um das gesamte FIC-Programm inklusive großer Expo, spannender Pitches, einem prominent besetzem Konferenzprogramm und vielem mehr zu erleben.