Das Food Innovation Camp 2026 war ein Gewinn für alle!
Bei der achten Ausgabe des Food Innovation Camps gab es so viele Gewinner wie noch nie! Gleich drei Pitch-Wettbewerbe standen auf dem Programm, dazu die neue Hot Kitchen Challenge – da hatten einige Startups Grund zum Feiern! Gewonnen hat aber auch wieder einmal die gesamte innovative Food-Szene, die zeigen konnte, was in ihr steckt.
Eine Expo wie eine kulinarische Weltreise

„Innovation braucht Austausch und Vernetzung. Beides schafft das Food Innovation Camp hier in der Handelskammer Hamburg!“, erklärte Dr. Miriam Putz, Geschäftsführerin für die Bereiche Innovation und neue Märkte der Handelskammer. Die war wie immer ein wunderbarer Austragungsort des FIC und auch mit einem eigenen Stand vertreten. Unter der Überschrift „Hamburg Food Tech“ präsentierten vier junge Unternehmen aus der Hansestadt, welche technologischen Lösungen sie für die Lebensmittelbranche anbieten (Hier könnt ihr mehr über sie erfahren). Darüber hinaus war die Expo mit rund 90 Ausstellern so vielfältig wie nie. Für internationales Flair sorgten Produkte aus Ländern wie Brasilien, Eritrea oder Kirgisistan und Gemeinschaftsstände aus Dänemark, Finnland und erstmals der Ukraine.
Netzwerkmöglichkeiten und praktische Tipps in Hülle und Fülle

Ebenso wichtig wie die Expo ist das Konferenz- und Networking-Programm für das Food Innovation Camp. Für die Verbindung von Startups mit Entscheiderinnen und Entscheidern aus Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie sorgen kuratierte Matchmakings und Speed-Datings, aus denen schon so manche Geschäftsbeziehung hervorgegangen ist. Neu auf der Agenda stand die Expert Lounge, eine Sprechstunde mit Branchenprofis, für die man sich spontan einen Termin besorgen konnte. Auch die Konferenzbühne bot wieder jede Menge Wissentransfer. Auch die Konferenzbühne bot wieder jede Menge Wissenstransfer. Ein Höhepunkt war das Panel zum Thema „Ernährung als Medizin“. Das rief einerseits dazu auf, seine Ernährungsgewohnheiten zum Wohle der Gesundheit zu andern und andererseits nicht zu streng mit sich zu sein und sich gelegentlich kleine Genusssünden als Belohnung zu gönnen.
Fruit Rebel wird „Dein Newcomer 2026“ mit Apple Fries

Reichlich belohnt wurden die Startups, die an den verschiedenen Wettbewerben teilgenommen hatten. Im Mittelpunkt stand dabei das Finale von „Dein Newcomer 2026“. Hier waren zu Beginn 31 Startups angetreten, durch ein Public Voting und den REWE Pitch Day hatte sich das Teilnehmerfeld auf drei Kandidaten konzentriert. Die durften sich nun dem Publikum und einer prominent besetzten Jury präsentieren. Ralf Dümmel, Top-Investor aus „Die Höhle der Löwen“, ist Stammgast beim FIC und Holger Stanislawski, Ex-Bundesligaprofi und Geschäftsführender Gesellschafter einer der größten REWE-Märkte, war zum zweiten Mal dabei.

Seine Camp-Premiere feierte Andreas Persigehl, Vorsitzender der Geschäftsführung der REWE Region Nord. Das Handelsunternehmen selbst ist dagegen seit vielen Jahren wichtigster Partner des FIC und stiftete wieder den Hauptpreis: die Aussicht auf eine Testlistung in rund 800 Märkten. Daher war bei der Juryentscheidung neben Geschmack und Innovationsgrad auch das Marktpotenzial ein wichtiger Faktor. Grundsätzlich besaßen das alle drei Finalisten. Die zuckerreduzierten Fruchtgummis von NALU sind beispielsweise schon bei Stanislawski gelistet. Und die Protein-Limos von JUUZ verkaufen sich dank des anhaltenden Proteinbooms bereits sehr gut und wollen mit neuem Verpackungsdesign und neuen Sorten jetzt so richtig durchstarten. Die Wahl fiel aber schließlich auf Fruit Rebel. Dessen Appel Fries, eine Art „Pommes aus Äpfeln“, stellen eine völlig neue Produktkategorie dar. Die REWE Nord freut sich darauf, mit diesem Startup aus Bayern jetzt gemeinsam auf Erfolgskurs zu gehen.
JUUZ und The Pickle Company rockten die Pitch Bühne

Die Gründer von JUUZ mussten auch nicht traurig sein. Sie hatten noch an einem weiteren Wettberb teilgenommen und konnten sich dort den ersten Platz sichern. Ein Fixpunkt des FIC ist die Pitch Bühne mitten in der Expo, die in diesem Jahr 32 Startups die Gelegenheit bot, sich und und ihre Produkte dem Publikum und wechselnden Fachjurys zu präsentieren. Die bewerteten nach einheitlichen Kriterien und gaben der Protein-Limo die meisten Punkte. JUUZ kann sich jetzt auf ein crossmediales Marketingpaket von EAT SMARTER, einem führenden Medium für gesunde Ernährung in der DACH-Region, im Gesamtwert von 30.000 Euro freuen. Weitere Partner der Pitch Bühne waren WISAG, Schwarz & Hansen und Berlin Partner.

Die Förderinitiative für Wirtschaft und Terchnologie sorgte noch für einen Pitch-Nachschlag. Unter der Überschrift „Form Berlin with Flavor“ gaben sich fünf Startups aus der Hauptstadt die Ehre. Gleich drei Preise heimste The Pickle Company für seine Neuinterpretation der guten alten Gewürzgurke ein: ein Strategiegespräch mit dem ZielListung der REWE GROUP, ein Mediapaket und Zugang zum Netzwerk von Food Campus Berlin und einen Workshop der Fachhochschule des Mittelstands.
Die Hot Kitchen Challenge brachte Sieger in Serie hervor




Mit der Hot Kitchen Challenge sorgte ein brandneues Format für ein abschließenes Programm-Highlight, das Gewinner gleich in Serie hervorbrachte. Eine Vorentscheidung war bereits Anfang Juni bei einem Testkochen gefallen. Sechs Food-Hersteller hatten dort die kulinarischen Herausforderungen von vier Top-Unternehmen aus Betriebsgastronomie, Gemeinschaftsverpflegung und Hotellerie angenommen und ihre Kreativität bewiesen. Ziel ist in jedem Fall, nach einem erfolgreichen Praxistest eine dauerhafte Partnerschaft einzugehen. Und das sind die Ergebnisse:
- WISAG geht mit einem Food-Truck auf Tour, um das Angebot von Betriebsrestaurants zu ergänzen, und nimmt dabei gleich zwei Startups mit. Lotao steuert seinen Kebab auf Basis von Erbsenprotein bei, REDUCED seine hochkonzentrierten Fonds.
- Das Unternehmen aus Kopenhagen, das Überbleibsel aus der Lebensmittelproduktion verarbeitet, sorgte gleich mehrfach für Furore. Klüh Catering entschied sich für einen Fonds aus einer invassiven Krabbenart für ein Gericht mit norddeutschen Flair.
- Und auch die DSR Hotel Holding fand Gefallen an REDUCED. Außerdem gibt sie noch den pflanzlichnen Fischalternativen in Salatform von Knollenkutter die Chance, die Herzen und Geschmacksnerven ihrer Hotelgäste zu erobern.
- Der Gastro-Großhändler Schwarz & Hansen hat für das Streetfood-Gericht „Batata Pü Törtchen“, das in der Fischbude Kulinarik Butze serviert werden soll, in Elepant einen kongenialen Partner gefunden. Der Produzent einer pflanzlichen Butteralternative übertraf alle Erwartungen.

Herzlichen Glückwunsch und herzlichen Dank an alle!
Auch das Publikum hatte die Gelegenheit, in den Genuss der Kreationen der Challenge-Teilnehmer zu kommen, und kürte in einer digitalen Abstimmung Knollenkutter zu seinem Favoriten. Als Preise lockten drei Hotelgutscheine von DSR im Wert von jeweils 500 Euro und zwei Airfryer von Dümmels Firma DS Produkte. So konnten sich am Ende des Tages auch fünf Besucherinnen und Besucher zu den Gewinnern zählen. Aber das konnten sowieso alle, die das Food Innovation Camp erleben durften und ihrerseits zu seiner wunderbaren Vielfalt beitrugen. Unser herzlicher Dank geht raus an unsere Partnerunternehmen, Aussteller, Speakerinnen und Speaker, Mentorinnen und Mentoren und unsere über 1.000 Gäste. Ihr alle seid das Food Innovation Camp!

Beitragsbild: Stefan Groeveld







Martina van Kann Fotografie

