Wild&Water – auch ohne Löwen-Deal auf dem richtigen Weg
Mit Wild&Water wollen Christina Schwörbel und Madlen Baetzgen natürlichen Geschmack ins Leitungswasser bringen und Plastikmüll vermeiden. Im Interview erzählen sie, wie aus einem Partygespräch ihr Startup entstand, warum sie sich im Vertrieb zuerst auf Büros konzentriert haben und wie es bei ihnen auch ohne Löwen-Deal vorangeht.
Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit für ein Interview mit uns nehmt! Könntet ihr uns zu Beginn etwas über euch erzählen und was ihr vor Wild&Water gemacht habt?
Wir sind Christina Schwörbel und Madlen Baetzgen, die Gründerinnen und Geschäftsführerinnen von Wild&Water. Wir kennen uns seit über 20 Jahren. Bevor wir gegründet haben, waren wir schon viele Jahre in der Getränkeindustrie in Marketing und Vertrieb unterwegs und haben uns später auf einer Party wieder getroffen. Und was als Party-Gespräch anfing, ist heute unsere Firma.
Wie ist die Idee für Wild&Water entstanden?

Wir lieben gute Drinks und haben dabei keine Lust auf Kompromisse. Der Anfang war für uns eine Mischung aus klassischer Marktanalyse und einem eigenen Alltags-Bedürfnis. Leitungswasser ist super, weil nachhaltig und breit verfügbar, aber vielen wird es schnell zu langweilig. Wir wollten eine Lösung, die 100% natürlich ist, zuckerarm, richtig lecker und so einfach, dass man sie wirklich unkompliziert nutzen kann. Und die gibt es auf dem rasant wachsenden Markt der Wasserzusätze schlicht noch nicht. Und weil die meisten alkoholfreien Getränke während der Arbeit konsumiert werden, fokussieren wir uns im Vertrieb auf den Betriebsmarkt. Wir platzieren Wild&Water also in Büroküchen, Pausenräumen – überall dort wo ein Wasserhahn oder Wasserspender steht.
Was macht Wild&Water besonders?
Erstens: Das Produkt. Ein Wasserzusatz aus Tee-Extrakten, 100 Prozent natürlich, ohne künstliche Zusätze und zucker- und kalorienarm. Da müssen Verbraucher keine Kompromisse eingehen. Zweitens: Super einfach im Handling. Einfach ins Glas pumpen, aufgießen, fertig. Unser Display ist kompakt und passt in jede Büroküche. Die Produkte sind geöffnet und ungekühlt sechs Wochen haltbar. Die muss niemand abends noch in den Kühlschrank räumen. Drittens: Der Impact. Eine 200 ml Flasche ergibt je nach Dosierung bis zu 10 Liter trinkfertiges Getränk und ersetzt damit bis zu 20 kleine PET Flaschen. Das ist eine Zahl, die man nicht erklären muss. Für Unternehmen, die sich nachhaltiger aufstellen möchten, ist das ein wichtiger Beitrag in einer umweltfreundlichen Mitarbeiterversorgung.
Was hat euch dazu bewogen, euch bei „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben?
Die Sendung ist für uns eine einmalige Chance, als junges Unternehmen zur besten Sendezeit ein Millionenpublikum zu erreichen. Wir wollten diese Bühne nutzen, um zu zeigen, dass Getränke am Arbeitsplatz besser gehen: natürlicher, nachhaltiger und so, dass man sie wirklich gern trinkt.
Wie habt ihr euch auf die Sendung vorbereitet?

Wir wussten erst relativ kurz vorher, dass wir mit dabei sind. Dann war Fokus und Pragmatismus angesagt. Wir haben ganz intensiv das Messaging geschärft, die wichtigsten Zahlen und Annahmen mehrfach gegengecheckt und uns immer wieder gefragt: Versteht man in wenigen Sekunden, warum Wild&Water relevant ist. Und dann haben wir geübt und uns dabei von Mentoren challengen lassen.
Wie war euer Auftritt vor den Löwen?
Definitiv eines der aufregendsten Highlights in unserem Berufsleben. Es war super spannend, den Blick hinter die Kulissen der Show zu werfen, die wir ja selbst auch gern schauen. Die Aufregung war ziemlich groß, als die Tür aufging und bei uns musste der Anfang auch zwei mal gedreht werden, wegen einer technischen Panne. Nach ein paar Minuten hat sich das dann aber gelegt. Alles in allem war es wirklich ein einmaliges Erlebnis.
Was ist seit dem Pitch/Deal passiert?
Seit der Aufzeichnung vor etwa einem Jahr haben wir wie geplant im Betriebsmarkt Fuß gefasst. Wir waren investorenseitig bereits gut aufgestellt und konnten uns deshalb von Anfang an voll auf den Aufbau unseres Geschäfts konzentrieren – unabhängig davon, ob ein TV-Deal zustande kommt. Heute sind wir bei einigen der größten Betriebsmarkt-Caterer in Deutschland gelistet und beliefern viele Büros auch direkt.
Bildmaterial: RTL / Bernd-Michael Maurer







RTL / Bernd-Michael Maurer

