Du möchtest Zugang zum exklusiven Food Investor Guide?
Jetzt Konferenz Ticket sichern und von Einblicken in die Zukunft der Lebensmittelinnovation profitieren. Als Preview geben wir euch bereits einen ersten Einblick in unser exklusives Interview mit Fabio Ziemssen. Das ganze Interview sowie weitere spannende Inhalte sind ausschließlich im Rahmen des Konferenz Tickets beim Camp verfügbar.
Das Konferenz-Ticket bietet dabei weit mehr als nur den Zugang zur Bühne: Zahlreiche zusätzliche Formate und Inhalte bereichern den Besuch nachhaltig. Dazu zählen unter anderem ein personalisiertes Namensbadge, das gezieltes Networking erleichtert, das FIC Inspiration Booklet (Messemagazin) mit allen Ausstellerprofilen und Kontaktdaten, der Food Innovation Investment Guide mit praxisnahen Einblicken in die Startup-Finanzierung sowie die Inspiration Bag mit ausgewählten Produkten. Ergänzt wird das Angebot durch eine ganztägige Kinderbetreuung, die für mehr Flexibilität vor Ort sorgt. Damit wird das FIC nicht nur zum Erlebnis, sondern auch zu einem echten Arbeits- und Networking-Tag für die Branche.
Welche Kriterien muss ein Startup erfüllen, damit Sie investieren?
Bei ZINTINUS investieren wir in Startups, die sich mit strukturellen Herausforderungen im Lebensmittelsystem befassen, anstatt auf kurzlebige Trends zu setzen. Für uns kommt es immer auf eine Kombination aus Relevanz (z.B. Marktnachweis), Skalierbarkeit und Umsetzung (Teamzusammensetzung und Erfahrung) an. Wir suchen nach Unternehmen, die echte Probleme lösen – sei es in den Bereichen Ernährung, Nachhaltigkeit, Resilienz oder Effizienz – und das Potenzial haben, sich zu großen, bedeutenden Unternehmen zu entwickeln. Im FoodTech-Bereich sind die überzeugendsten Unternehmen selten nur starke Marken; sie verbinden in der Regel Verbraucherrelevanz mit einem technologischen oder operativen Vorsprung. Unsere Investitionen in Unternehmen wie Planted und Planet A Foods spiegeln genau das wider: Produkte, die bei den Verbrauchern Anklang finden, aber auf echter Innovation auf der Ebene der Zutaten oder der Produktion basieren.

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit dem Startup nach der Investition?
Unsere Zusammenarbeit mit den Gründern beginnt eigentlich schon vor der Investition. Die Einbindung in das Foodtech-Ökosystem ist für uns entscheidend, um langfristige Beziehungen aufzubauen, die schließlich in einer Investition münden können. Bei ZINTINUS verstehen wir uns als aktive Partner, die Unternehmen in den Bereichen Strategie, Marktzugang und Umsetzung unterstützen.
Wir investieren viel Zeit darin, Gründern dabei zu helfen, ihre Positionierung zu schärfen, ihre Roadmap zu erörtern und sie auf zukünftige Finanzierungsrunden vorzubereiten. Gleichzeitig nutzen wir unser Netzwerk, um Türen zu Unternehmen, Einzelhändlern und Branchenexperten zu öffnen. Die Lebensmittelbranche ist ein hochkomplexer Sektor, und eine der größten Herausforderungen besteht darin, ein starkes Produkt in eine skalierbare Produktion und Distribution umzusetzen, sei es im B2B-, B2C- oder D2C-Bereich.
Bei Unternehmen wie NEOH liegt der Fokus beispielsweise nicht nur auf dem Wachstum der Marke, sondern auch auf dem Aufbau einer soliden kommerziellen und strategischen Grundlage für langfristigen Erfolg.
Welche Fehler machen Food-Startups Ihrer Erfahrung nach am häufigsten, und welche Herausforderungen unterschätzen sie tendenziell?
Einer der häufigsten Fehler, den wir beobachten, ist, dass Gründer die Bereitschaft der Verbraucher, ihr Verhalten zu ändern, überschätzen. Nachhaltigkeit oder Gesundheit allein reichen selten aus – Geschmack, Preis und Komfort bleiben die entscheidenden Faktoren. Wenn eine Aufklärung der Kunden erforderlich ist, hat das Unternehmen noch einen langen Weg vor sich, z. B. bei neuen Küchengeräten oder Lösungen. Ein weiterer wichtiger Bereich, der oft unterschätzt wird, ist die operative Komplexität. Lebensmittel unterscheiden sich grundlegend von Software; die Skalierung der Produktion, das Management von Lieferketten und die Sicherstellung einer gleichbleibenden Qualität sind allesamt deutlich schwieriger, als viele erwarten.
Was ist für Sie ein eindeutiges Warnsignal, wenn Gründer aus der Lebensmittelbranche ihr Konzept vorstellen, und auf welche Kennzahlen achten Sie in den ersten Minuten besonders?
Ein eindeutiges Warnsignal ist für mich, wenn Gründer kein solides Verständnis für die wirtschaftlichen Grundlagen ihres Geschäfts haben. Wenn jemand seine Vertriebsstrategie, Margen, Preisstruktur oder Kostentreiber nicht klar erläutern kann, deutet dies in der Regel darauf hin, dass die geschäftlichen Grundlagen nicht vollständig im Griff sind. In den ersten Minuten konzentriere ich mich in der Regel auf eine kleine Auswahl wichtiger Kennzahlen: Umsatzwachstum, (Wiederholungs-)Kaufraten und Produktumsatzgeschwindigkeit (Filialdichte und Potenzial). Die gemeinsame Betrachtung dieser KPIs mit den Gründern zeigt oft, inwieweit sie das Potenzial des Unternehmens einschätzen können.

Bildmaterial: Jan Wagner











