Gimme your Money — Crowdinvesting mit LEEF

Das Berliner Startup LEEF möchte etwas gegen den wachsenden Konsum von Plastikeinwegprodukten unternehmen. Dafür haben sie Verpackung und Geschirr aus Palmblatt entwickelt. Die aktuelle Crowdinvesting-Kampagne von LEEF läuft noch bis zum 19. August auf der Plattform Econeers. Erfahrt mehr darüber in diesem Beitrag.

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Stellt euer Startup und eure Kampagne bitte kurz vor!

LEEF ist der Pionier in der Entwicklung, der Verarbeitung und dem Vertrieb von Produkten aus Palmblatt. Aktuell nutzt LEEF dafür die Blätter der Arekapalme, die als Abfallprodukte in der Betelnussproduktion anfallen und normalerweise verbrannt werden.

Wir verstehen uns selbst als Materialspezialist. Auch wenn wir aktuell breit im Food-Segment aufgestellt sind, machen wir dennoch auch Produkte für die Beauty- und Kosmetik-Branche und perspektivisch für viele weitere Branchen. Von Komponenten, wie zum Bespiel Seifenkernen, bis hin zu fertigen Produkten, wie zum Bespiel Burger-Verpackungen, ist unser Spektrum jetzt schon breit.

Über econeers.de machen wir gerade ein Crowd-Investing, das bereits hervorragend läuft.

Wie lange dauert die Kampagne?

Die Kampagne läuft im Ganzen 60 Tage, noch bis zum 19. August. Wenn die Überzeichnungsoption von insgesamt 750.000 Euro jedoch erreicht ist, endet die Kampagne auch schon früher.

LEEF bietet Einweggeschirr und Verpackungen aus Palmblättern an.

Nach welchen Kriterien habt ihr eurer Crowdinvesting-Ziel definiert?

Diese Kampagne ist eine reine Wachstumsfinanzierung. Parallel sourcen wir noch Equity und sind diesbezüglich auch gerade in einem Kapitalerhöhungsprozess. Wir achten sehr auf ein adäquates Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital, das unseren Anforderungen entspricht.

Wie lange hat es gedauert, eure Crowdinvesting-Kampagne an den Start zu bringen?

Wir sind schnell und die Leute bei Econeers sind es auch. Von Vertragsunterzeichnung bis Prelaunch vergingen gerade einmal sechs Wochen. Allerdings setzt das auch eine gute Vorbereitung und eine reibungslose Kommunikation voraus. Dass es aber schnell und hervorragend funktionieren kann, sieht man an uns und an dem Plattformbetreiber Econeers.

Wie aktiviert ihr eure Community?

Unsere Community ist überschaubar, da wir nur im B2B in große Strukturen erkaufen – daher betreiben wir nur sehr punktuell Kundenkommunikation. Unsere Ansprache hat viel stärker auf privatem Niveau stattgefunden. Wir sind sicher ein schlechtes Beispiel für andere hierbei, die Quote unserer eigenen Community liegt dennoch je nach Definition zwischen 10 und 15 Prozent.

Das Führungsteam von LEEF: Eva Unruh (COO), Jens Christoph (CFO) und Claudio Fritz-Vietta (CEO und Gründer).

Was sind eure größten Herausforderungen dabei?

Wir haben im Wesentlichen Mailings genutzt, diese aber sehr persönlich individualisiert. Außerdem hat das gute alte Telefon sehr geholfen. Die Herausforderung für uns war, dass der werbende Charakter für das Investment in den Hintergrund treten musste.

Welche Pitfalls sollte ein Food-Startup unbedingt vor dem Start der Kampagne bedenken und vermeiden?

Klare Empfehlung: Seid professionell vorbereitet, schnell und schönt nicht Euren Auftritt unangemessen. Mit einer sehr ehrlichen SWOT-Analyse und einer klaren Haltung zu dem, wofür Ihr steht, erreicht Ihr ein Maximalmaß an Glaubwürdigkeit. Es ist sicher auch ein Fehler zu glauben, dass man einzelne Kanäle für die Verbreitung der Kampagne vernachlässigen kann. Letztlich weiß man nie, wo die entscheidenden Summen am Ende herkommen.

Fotos: LEEF.