Green Generation Fund legt 100-Millionen-Euro-Fonds für Food- und Green-Tech auf

Der Green Generation Fund (GGF), ein neuer europäischer Early Stage Impact Investor (Pre-Seed, Seed und Series A), gibt den Launch seines ersten Fonds in Höhe von 100 Millionen Euro bekannt – weniger als ein Jahr nach Start des Fundraisings. Das Berliner Team hat bereits die ersten acht Investments getätigt und plant sich mit seinem Kapital an 20 bis 25 europäischen und US-amerikanischen Startups in den Bereichen Food-Tech und Green-Tech zu beteiligen.


Gegründet wurde der Green Generation Fund von zwei Partnerinnen mit komplementärem Profil, die seit mehr als zehn Jahren als Investorinnen und Unternehmerinnen tätig sind. Dr. Manon Sarah Littek ist neben ihrer Rolle als Mitgründerin des GGF als unabhängige Board-Direktorin bei Upfield tätig. Zuvor war sie über zehn Jahre in einer General Partner bei Katjes Greenfood, Europas erstem Food Impact Investor, und DLD Ventures, dem internationalen Investment-Arm von Burda Digital, tätig.

Janna Ensthaler reiste 2012 unter anderem mit mit Al Gore in die Antarktis, um sich intensiver mit den Auswirkungen des Klimawandels zu beschäftigen. Zu dem Zeitpunkt war die Seriengründerin noch als CEO für ihre Firmen GlossyBox, Event Inc. und Kaiserwetter im Einsatz. Inspiriert durch die Reise fasste sie den Entschluss, sich im Bereich Nachhaltigkeit zu engagieren. Ensthaler begann ihre Karriere bei Bain & Company in London.

Acht Startups profitieren bereits vom Green Generation Fund

as vom Green Generation Fund unterstützte Startup Neggst bietet eine vegane Rührei-Alternative und war Aussteller bei unserem Food Innovation Camp.
Das vom Green Generation Fund unterstützte Startup Neggst bietet eine vegane Ei-Alternative und war Aussteller bei unserem Food Innovation Camp.

Bisher hat sich der Green Generation Fund an acht Unternehmen beteiligt. Das sind Neggst (erstes pflanzliches Ei mit getrenntem Eigelb, Eiweiß und Eischale), Biomilq (zellkultivierte Brustmilch), Libre
(Fleischersatz basierend auf Mycelium / Pilzen), Lypid (pflanzliche Alternative zu Fettgewebe), Change Foods (Käse auf Basis von Präzisionsfermentierung), The Rainforest Company (Acai-Superfood zum Schutz des Regenwaldes) aus dem Bereich Food Tech sowie Klim (Carbon Offsetting App für nachhaltige Landwirtschaft) und One Five (R&D Plattform für Plastikalternativen) aus der Kategorie Green Tech.

All diese Startups haben gemeinsam, dass ihre Technologien und Geschäftsmodelle messbare Fortschritte sowie einen signifikanten, positiven Einfluss auf die Umwelt haben, insbesondere im Bereich CO2-Vermeidung, Kreislaufwirtschaft, Ressourcen- und Klimaschutz, Tierwohl, Biodiversität sowie Gesundheitsförderung. Als künftiger Impact Fund nach Artikel 9 der neuen EU Sustainable Finance Disclosure Regulation ist die Vergütung der Fundmanager ebenfalls an die Erreichung solcher Nachhaltigkeitsziele geknüpft.

Der Green Generation Fund konnte zahlreiche Investorinnen und Investoren überzeugen

Beteiligt haben sich neben Ankerinvestoren Florian Wendelstadt (Ex-MD General Atlantic Europa, Caldec) und Kaltroco (UK Family Office) unter anderem Susan Danziger mit Albert Wenger (Eutopia), Canica (Schweiz/Norwegen) und Corecam Capital Partners (Singapur), Liesner & Co. (Hamburg) und Max Iann. Dachfonds wie Equation oder Aldea und institutionelle Investoren wie KfW Capital haben sich ebenfalls signifikant engagiert.

Auch Industrieexperten wie z. B. Ex Aldi CEO Dr. Marc Heußinger, Peter Dill (Deutsche See), Babor (Aachen) und Dr. Anne-Marie Großmann (Georgsmarienhütte Unternehmensgruppe) sind in den GGF investiert.
Dazu kommen die Gründerinnen und Multiplikatorinnen Delia Lachance (Westwing), Lea-Sophie Cramer (Amorelie) und Verena Pausder (Buch: Das Neue Land). Insgesamt haben knapp 30 Investorinnen und Investoren eine deutlich überdurchschnittliche Zusage von über 3 Millionen. Euro zum Fund gegeben.

Das sagen die Gründerinnen

Dr. Manon Sarah Littek und Janna Ensthaler (Foto: Green Generation Fund)
Dr. Manon Sarah Littek und Janna Ensthaler (Foto: Green Generation Fund)

Dr. Manon Sarah Littek über die Ziele des Green Generation Fund: „Unser Handeln in den nächsten drei Jahren wird bestimmen, wie wir als Menschheit in den kommenden Jahrzehnten und Generationen leben werden. Es ist ein Wendepunkt zu einer lebenswerten Zukunft und wir glauben, dass die Lösungen in disruptiven Innovationen und mutigen Schritten von starken Unternehmer:innen im Bereich Green Tech und Food Tech zu finden sein werden. Wir wählen die Besten dieser Unternehmer:innen aus und unterstützen sie darin, ein Teil der Lösung zu sein.“

Janna Ensthaler fügt hinzu: „Nicht nur Unternehmer wie Bill Gates, Elon Musk oder Larry Fink sprechen über CO2 Reduktion und Nachhaltigkeit als die wichtigsten Themen unserer Zeit. Auch Regierungen erkennen weltweit zunehmend die Verpflichtung, dieses Thema sowohl durch starke Regulierungen als auch massive Subventionen voranzutreiben. Auch die Generation Z und Millennials haben genug von Massentierhaltung und einem Leben, welches unseren blauen Planeten an seine Grenzen treibt. Besonders diese Generationen werden auf der pflanzlichen Lebensmittelrevolution und dem Einbringen von CO2-reduzierenden und nachhaltigeren Maßnahmen bestehen. Hier investieren wir.”