KOYI: Mit Micro-Schnaps zum maximalen Erfolg?
In der aktuellen Folge von „Die Höhle der Löwen“ stellten Yuka Suzuki und Dr. Hauke Günther ihre Micro-Spirituose KOYI in den Geschmacksrichtungen Gin und Rum vor. Wir sprachen mit ihnen über ihre Idee, internationale Awards und eine unerwartete Wendung bei den Löwen.
Könntet ihr uns zu Beginn etwas über euch erzählen und was ihr vor KOYI gemacht habt?
Wir sind Yuka und Hauke und betreiben in Hamburg die kleinste Destille der Stadt. Seit 2020 produzieren wir dort offiziell Gin und andere Spirituosen. 2021 und 2023 wurden wir mit dem World Gin Award ausgezeichnet – einmal als „World’s Best Flavoured Gin“ und einmal als „World’s Best Classic Gin“. Diese internationalen Auszeichnungen waren große Durchbrüche für uns und haben uns in der Gin-Community einen gewissen Bekanntheitsgrad verschafft. Seitdem leben wir vollständig von unserer Destille. Vor unserer Selbstständigkeit haben wir ganz unterschiedliche Wege eingeschlagen: Yuka hat International Management studiert, im Personalwesen gearbeitet und sich beruflich aber früh dem Sport – insbesondere Yoga – gewidmet. Hauke ist Biologe, hat in Mainz studiert und ist zum Promovieren nach Hamburg gekommen. Bis 2021 hat er wissenschaftlich gearbeitet und im Labor geforscht.
Wie ist die Idee für KOYI entstanden?

Die Idee entstand aus einem ganz persönlichen Bedürfnis heraus. Als Sportlerin wollte Yuka bewusst weniger Alkohol konsumieren – aber nicht auf Geschmack und Ritual verzichten. Bereits 2018/2019 begannen wir mit ersten Experimenten. Damals lief unsere Destille noch nebenberuflich. Schnell wurde uns klar: komplett alkoholfrei ist nicht der richtige Weg. Stattdessen wollten wir eine echte Spirituose entwickeln – nur extrem konzentriert. Die Idee: Eine hochkonzentrierte Essenz, die in minimaler Dosierung verwendet wird. Durch den Verdünnungseffekt im Drink entsteht so ein authentisches Geschmackserlebnis mit sehr wenig Alkohol.
Was macht KOYI besonders?
KOYI ist eine echte destillierte Spirituose. Wir destillieren ausschließlich mit natürlichen Zutaten und nutzen klassische, aber von uns weiterentwickelte Methoden zur Destillation. Das Ergebnis ist extrem effizient in der Anwendung, geschmacklich authentisch, praktisch unbegrenzt haltbar und frei von Zusatzstoffen wie Konservierungsmitteln oder Farbstoffen.
Was hat euch dazu bewogen, euch bei „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben?
KOYI ist ein erklärungsbedürftiges Produkt. Es erschließt sich nicht auf den ersten Blick – und genau darin liegt sowohl die Herausforderung als auch die Chance. Uns war früh bewusst, dass wir mit unseren eigenen Mitteln nur eine begrenzte Reichweite erzielen können. Für den nächsten Schritt brauchten wir strategische Unterstützung. Tatsächlich haben wir uns aber nicht aktiv beworben – wir wurden angesprochen, nachdem man uns auf einer Messe gesehen hatte. Das war für uns ein starkes Signal, dass unser Konzept Aufmerksamkeit erzeugt.

Wie habt ihr euch auf die Sendung vorbereitet?
Wir haben unseren Pitch intensiv vorbereitet, jede Zahl geprüft und unser Geschäftsmodell aus unterschiedlichsten Blickwinkeln analysiert. Uns war wichtig, nicht nur emotional, sondern auch betriebswirtschaftlich überzeugend aufzutreten. Wir sind jedes Szenario durchgegangen, haben unser Produkt auf Herz und Nieren geprüft – und sind dann mit einem klaren Konzept in die Sendung gegangen.
Wie war euer Auftritt vor den Löwen?
Es war überraschend lustig – und hat deutlich mehr Spaß gemacht, als wir erwartet hatten. Natürlich waren wir extrem aufgeregt. Es fühlt sich schon wie ein „Life-Changing Moment“ an, dort zu stehen. Nach den ersten zwei Minuten Pitch war die größte Nervosität verflogen – und dann konnten wir es tatsächlich genießen.
Anmerkung der Redaktion: Ursprünglich wollten Yuki und Hauke für 120.000 Euro 10 % ihres gesamten Unternehmens abgeben. Janna Ensthaler war aber nur an den Micro-Sprituosen interessiert und erhielt dafür 30 %.
Was ist seit dem Deal passiert?
Der Ausgang unseres Pitches war ungewöhnlich und sehr spannend. Janna Ensthaler hatte die Idee, ein Ready-to-Drink-Produkt auf Basis der KOYI-Methode zu entwickeln. Dieses Projekt haben wir aufgegriffen – und befinden uns seitdem in intensiver Entwicklungsarbeit. Ein RTD-Produkt ist jedoch eine komplett neue Innovation. Es ist nicht damit getan, einfach eine bestehende Flüssigkeit zu mischen. Die Herausforderung liegt darin, die Micro-Spirit-Technologie in ein stabiles, fertig abgefülltes Produkt – etwa in einer Dose – zu integrieren. Das bedeutet: Wir starten im Grunde bei null. Aktuell arbeiten wir an drei verschiedenen Rezepturen, die bereits sehr weit entwickelt sind. Janna und ihr Team begleitet und unterstützt diesen Prozess aktiv. Wir möchten keine voreiligen Versprechen machen – Produktentwicklung ist immer komplex. Aber unser Ziel ist es, noch in diesem Jahr zu launchen.
Bildmaterial: RTL / Stefan Gregorowius


RTL / Frank W. Hempel



RTL / Bernd-Michael Maurer

