Mit Poppy’s Eis auf Löwen-Jagd – und dann kam der Deal
Eine Eisfabrik, lachende Kinder und die Idee, ein Eis zu entwickeln, das Eltern ihren Kindern bedenkenlos geben können: So begann die Geschichte von Poppy’s Eis. Wie aus einer persönlichen Idee ein Startup wurde, wie Alena Leeb ihren Pitch vor den Löwen erlebt hat und was hinter dem anschließenden Deal steckt, erzählt sie im Interview.
Könntest du uns zu Beginn etwas über dich erzählen und was du vor Poppy`s Eis gemacht hast?
Ich habe 2015 mein erstes Startup gegründet. Das war eine Naturkosmetiklinie „MyNatureCosmetic“ mit der man seine eigene Naturkosmetik Zuhause selber mischen konnte. Ich war mit der Geschäftsidee sogar bei der österreichischen Version von die Höhle der Löwen (2Minuten2Millionen). Das lief auch gar nicht so schlecht, aber ich hatte bei meiner Schwangerschaft Komplikationen und musste deshalb leider das Gewerbe still legen. Nach einer Pause habe ich meine Rezepte zu einem Buch zusammen gefasst und war erstmal Mama bis ich die Idee vom Eis hatte.
Wie ist die Idee für Poppy`s Eis entstanden?
Ehrlich gesagt kam mir die Idee von Poppy´s in einer schwierigen Zeit. Ich hatte mehrere Fehlgeburten und die Trauer war gerade groß. Ich habe dann von einer Eisfabrik geträumt und lachenden Kindern, die ich glücklich machte mit einem gesunden Eis. Ich bin aufgewacht und hab mir gedacht genau das möchte ich machen. Ich liebe Essen, ich liebe Kinder – das passt.

Was macht Poppy`s Eis besonders?
Ich habe bei der Gründung von Poppys eine Marke erstellen wollen, die den Eltern Vertrauen gibt und sie egal, welches Produkt sie bei mir einkaufen es ihren Kindern bedenkenlos geben können. Das ist nach wie vor mein Grundsatz. Das Eis ist nur auf Basis von Fruchtmus, frischen Früchten oder Saft und Gemüse. Kein Zuckerzusatz oder Süßungsmitteln.
Was hat dich dazu bewogen, dich bei „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben?
Ich war schon immer Fan von der Sendung. Klingt kitschig ist aber so. Für mich ist es wie ein Ritterschlag als Gründerin, dass ich mitmachen durfte. Ich hätte nie gedacht, dass ich für eine Teilnahme gut genug bin. Zudem bin ich zugegebenermaßen großer Judith Williams Fan.
Wie hast du dich auf die Sendung vorbereitet?
Ach vermutlich gar nicht so viel, wie manch andere. Ich habe den Pitch geübt und bin meine Zahlen durch gegangen. Ich wusste einfach niemand kennt mein Unternehmen so gut wie ich. Sogar wenn ich Blödsinn erzähle weiß es ja niemand. Trotzdem war ich unglaublich nervös. Denn ein Deal war für mich extrem wichtig.
Wie war dein Auftritt vor den Löwen?

Mein Auftritt war so schnell vorbei und ich war so in Emotionen gefangen, dass ich gar nicht mehr weiß, was ich alles gesprochen habe. Ich wollte auf jeden Fall die taffe Businesslady an den Tag legen. Das hat nicht geklappt. Von Anfang an hatten die Emotionen überhand und die Investoren waren alle sehr nett zu mir. Das hat mich fast mehr aus dem Konzept gebraucht, als wenn sie mich härter angepackt hätten. Ich habe mir nur gedacht: Warum sagen die nur nette Dinge? Ich habe doch gar nichts Besonderes geleistet.
Alena konnte schließlich die Löwen Carsten Maschmeyer und Johannes Kliesch Überzeugen, die mit 40.000 Euro für 40 % einstiegen.
Was ist seit dem Deal passiert?
Gefühlt ist alles passiert. Was die letzten 6 Monaten los war hätte ich niemals ahnen können. Der Deal ist zustande gekommen und da die Investoren ein versandfähiges Produkt wollten, habe ich drei Fruchtpulversorten entwickelt. Wiederum wollte ich dass die Menschen, die die Sendung sehen das Eis probieren können und so sind zusätzlich die Eissticks zum Einfrieren für Zuhause entstanden. Zwei völlig unterschiedliche Produktlinien, auch was Logistik, Abfüller, Lieferanten betri\t und das bisherige Poppys Eis habe ich auch weiterhin im Sommer in Handarbeit produziert. Dann noch die zwei Kinder und Sommerferien dazu und das Chaos war perfekt. Es war wirklich eine Mammutaufgabe.
Bildmaterial: RTL







RTL / Bernd-Michael Maurer
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