Das sind die Food Trends 2021!

Auf dem Foodmarkt boomen die Innovationen. An jeder Ecke entstehen neue Herstellungsverfahren und dann Produkte, die nach und nach die Supermarktregale füllen. Dabei haben viele eine Gemeinsamkeit: Sie sollen ihren Teil dazu beitragen, Umwelt, Gesundheit oder Tierwohl zu verbessern. Damit ihr bestens über die Trends von heute und morgen informiert seid, haben wir hier für euch die heißesten Anwärter für das It-Produkt für Foodies 2021!

Die Extraportion Protein

Sportler kennen das Problem: Nach dem Training braucht der Körper Proteine und das gern ohne großen Aufwand. Lecker sollte es trotzdem sein. Aber die altbewährten Proteinriegel hängen den meisten schon zum Hals heraus. Wie gut, dass einige Gründer diesen Need erkannt haben und aufrüsten: Immer mehr Produkte, speziell mit Proteinen angereichert, kommen auf den Markt. So haben zum Beispiel die Jungs von Joybräu die Belohnung nach dem Training in Form von Proteinbier gelaunched. Und soll es etwas mehr sein, sind die Proteinnudeln auf Insektenbasis von Beneto Foods genau das Richtige! Das fanden übrigens auch unsere Löwen, die in der vergangenen Folge auf VOX heiß um das Startup gekämpft haben.

Beneto
Beneto Nudeln liefern nicht nur Proteine, sondern sind auch noch lecker! (Foto: Beneto)

Kichererbsen – der neue Alleskönner

Der Whole Foods Trendreport 2021 ist sich sicher: “Kichererbsen sind der neue Blumenkohl”. Und nicht nur der stellt diese Vermutung über den Erfolgsweg der kleinen Schalenfrüchte an. Als Humus und Falafel sind sie bereits beliebt und bekannt, aber aus ihnen ist noch viel mehr rauszuholen! Sie sind reich an Ballaststoffen und Proteinen und überaus wandelbar – perfekt also, um die Basis vieler neuer Kreationen zu werden. Zeevi hat den Alleskönner zum Beispiel zu einem leckeren Tofu – Kofu genannt (Kicherbsen Tofu) – verarbeitet und damit einen neuen Produkttrend angeschoben.

Zeevi
Kichererbsen-Tofu von Kofu – eine tolle Variante zu dem herkömmlichen Tofu! (Foto: Kofu)

Ein Schritt in die richtige Richtung: Plant-based Food

Dieser Trend hat schon letztes Jahr begonnen und sich mittlerweile fast zu einem Must-Have im Supermarktsortiment entwickelt. Egal ob Fisch-, Fleisch-, Honig- oder Milchproduktersatz; tierische Produkte mit pflanzlichen Zutaten nachzuahmen, ist seit einigen Monaten schon fast zu einem Wettrennen geworden. Und mittlerweile sind die Ersatzprodukte so schmackhaft geworden, dass selbst eingefleischte Tierproduktverfechter den Unterschied nur schwer erkennen. Vegablum hat sich zum Beispiel die Mission gesetzt, Honig herzustellen, für den keine Biene je arbeiten musste. Der Trend darf, finden wir, gerne weiter fortgesetzt werden!

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Die Gründer von Vegablum stehen hinter ihrem Wonig! (Foto: Udo Geisler)

Genuss auch ohne Alkohol

Viele Menschen achten immer mehr auf ihre Gesundheit und auf eine ausgewogene Ernährung. Alkohol lässt sich damit oft schwer verbinden. Darum entscheiden sich viele dafür, auf das Rauschmittel zu verzichten. Doch leckere Cocktails möchten trotzdem die wenigsten missen. Zum Glück bieten sich ihnen immer mehr Alternativen zu Gin, Whiskey oder Wodka an. Dieser Trend zeigte sich schon beim FIC Food Award 2020. Gleich zwei Ersatzprodukte für Alkohol schafften es unter die glücklichen Gewinner: Laori und Easip. Auch dieses Jahr überzeugt das Thema. UNDONE bewies die Aktualität beim letzten FIC Pitch und sicherte sich ebenfalls den ersten Platz.

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Unsere glückliche Gewinnerin vom FOOD AWARD – Bestes Produkt: Stella Strüfing von Laori. (Foto: Stefan Groenveld)

Aus alt mach neu: Upcycled Food

Immer mehr Lebensmittel finden ihren Weg in den Müll, statt auf den Teller. Vor allem frisches Gemüse und Obst sind von der Lebensmittelverschwendung betroffen. Dabei könnten laut dem GfK rund 17% der Gemüseabfälle vermieden werden. Um die hohen Zahlen zu senken, steigen immer mehr Startups in den Markt des Upcyclings ein. Aus vermeintlichen Abfällen stellen sie neue Produkte her, um noch essbare Lebensmittel zu retten und zu verwerten. Kale&Me gehört zu ihnen. Das Team sammelt Gemüsereste aus regionalen Produktionen ein und stellt aus ihnen eine 100% natürliche Gemüsebrühe her. Eine Win-Win Situation!

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Voller Gemüse und guter Taten: Die Gemüsebrühe von Kale&Me. (Foto: Kale&Me)

Support your Locals

Fleisch vom Metzger nebenan, frische Milch vom Bauernhof oder selbstgemachte Marmelade aus dem Hofladen. Bei diesen Produkten kommen schon fast nostalgische Gefühle auf. Glücklicherweise gewinnt Regionalität wieder zunehmend an Bedeutung. So verbinden rund 65% der Deutschen Regionalität mit guter Qualität von Lebensmitteln. Unverpackt-Läden sprießen nur so aus dem Boden und Händler profitieren von steigender Nachfrage – vor allem in Zeiten der Krise. So können sich die Hamburger über eine neue Anlaufstelle für frisches und regionales Fleisch freuen! EinStückLand hat in Uhlenhorst eine neue Speisekammer eröffnet – ein Go To für alle, denen nachhaltiges Fleisch aus der Umgebung wichtig ist.

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EinStückLand hat auch schon die Löwen der TV-Sendung “Die Höhle der Löwen” das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. (Foto: EinStückLand)

In-Vitro: Fleischgenuss ohne Reue

Fleisch, gewachsen im Labor. Das klingt beinahe nach Science-Fiction. Doch es ist schon heute Realität und auf großem Vormarsch. Zwar steht die Forschung im Bereich In-Vitro Fleisch noch in Kinderschuhen, jedoch sprechen die Fortschritte für sich. Und dabei sind nicht nur die bekannten Burger von Mosa Meat, sondern auch heimische Startups. Im norddeutschen Papendorf forscht die Gründerin Laura Gertenbach mit ihrem Team von Innocent Meat nach einem Weg, um das Fleisch für alle erschwinglich zu machen. Und die Bewegung beschränkt sich nicht nur auf das Fleisch von Säugetieren. So hat sich Kuleana das Ziel gesetzt, aktiv der Überfischung entgegenzuwirken und Fischfleisch im Labor zu züchten.

MosaMeat Burger trends
Dem Original zum Verwechseln ähnlich: Der Burger von Mosa Meat. (Foto: Mosa Meat)

Für die Körperoptimierung: Adaptogene

Gerade in Zeiten von Corona sollte auf seinen Körper achtgegeben werden. Ein gesunder Geist und ausgeglichener Stoffwechsel sind dafür essentiell. Adaptogene sind dabei vielen noch gar nicht bekannt. Der Stoff, der in einigen Heilpflanzen enthalten ist, hilft die Prozesse im Körper zu regulieren. Das Wissen darüber stammt vor allem aus der traditionellen chinesischen Medizin. Das junge Startup Smaints nutzt diese positiven Wirkungen. Es hat seinen Kakao mit Vitalpilzen angereichert, die den Körper ins Gleichgewicht bringen und den Start in den Tag erleichtern sollen.

Smaints trends
Die Gründer von Smaints haben ein Ziel: Einen optimierten Alltag und Körper. (Foto: Smaints)

Titelbild: Heather Ford on Unsplash